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Besuch der Staatsminister: Bürgermeisterappell „Zusammen erfolgreich erneuerbar“ am Bürgerwindpark Weißenbrunn–Gössersdorf

Weißenbrunn – Im Rahmen des Bürgermeisterappells „Zusammen erfolgreich erneuerbar“ fand eine gemeinsame Besichtigung des innovativen Bürgerwindparks Weißenbrunn–Gössersdorf statt. Vor Ort informierten sich der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger, der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber, Vertreterinnen und Vertreter der oberfränkischen Gemeinden sowie die Projektbeteiligten über den aktuellen Stand des Projekts.

Das Bild zeigt von links nach rechts: Claus Schwarzmann (Bürgerbund), Helmut Krämer (Alt-Bürgermeister Heiligenstadt i. Ofr.), Thorsten Glauber (Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz), Hubert Aiwanger (Staatsminister für Wirtschaft und Energie), Christian Porsch (1. Bürgermeister Speichersdorf), Jörg Neubauer (1. Bürgermeister Weißenbrunn) und Mario Münch (Geschäftsführer Münch Energie)

Weißenbrunn – Wie regionale Energieprojekte echten Mehrwert schaffen, wurde im Rahmen des Bürgermeisterappells „Zusammen erfolgreich erneuerbar“ eindrucksvoll sichtbar:
Staatsminister Hubert Aiwanger, Staatsminister Thorsten Glauber sowie zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Gemeinden und Projektpartner besichtigten den entstehenden Bürgerwindpark Weißenbrunn–Gössersdorf und informierten sich über den Fortschritt des Projekts.

Zwischen Gössersdorf und Rugendorf entsteht derzeit ein echtes Vorzeigeprojekt der Energiewende: fünf moderne Windkraftanlagen des Herstellers Nordex, mit insgesamt 34 MW Leistung – die ersten, die seit der Anpassung der 10H-Regelung im Jahr 2022 realisiert werden. Ab Herbst 2026 soll der Windpark Strom ins Netz einspeisen: genug, um rund 18.000 Haushalte zuverlässig mit sauberer Energie zu versorgen.

Regionale Energie – intelligent vernetzt

Wie dezentrale Energieversorgung heute aussehen muss, zeigt die Firma Münch Energie, Projektentwickler des Bürgerwindparks Weißenbrunn-Gössersdorf, bereits jetzt:
Das bestehende Umspannwerk Fischbach und der neue Batteriespeicher, der dort seit November in Betrieb ist, bilden gemeinsam mit dem künftigen Windpark einen leistungsstarken, lokalen Energieknotenpunkt. So entsteht ein System, in dem Erzeugung, Speicherung und Nutzung intelligent miteinander vernetzt sind – ein klarer Mehrwert für die gesamte Region.

Neben sicherer Energie fließen durch den Bürgerwindpark künftig auch erhebliche finanzielle Vorteile in die umliegenden Gemeinden. Weißenbrunn profitiert dabei insgesamt von jährlichen Einnahmen im sechsstelligen Bereich:

  • jährlich fünfstellige Akzeptanzabgaben für die angrenzenden Kommunen
  • Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeindekasse Weißenbrunn
  • ein regionaler Bürgerstromtarif mit 20-jähriger Energiepreisgarantie
  • ein Crowdinvest, welches bereits ab 100 Euro eine direkte Bürgerbeteiligung mit attraktiver Verzinsung ermöglicht
  • ein Energiespielplatz für Gössersdorf sowie ein Soccer Court in Weißenbrunn

So entsteht eine klare Zukunftsperspektive, die die Region stärkt, Bürger beteiligt und neue Treffpunkte schafft. Damit gewinnt die Region wieder mehr Gestaltungskraft – proaktiv, unabhängig und mit Orten, die Gemeinschaft fördern und den Zusammenhalt stärken.

Wirtschaftsminister Aiwanger betonte: „Der Ausbau der Windenergie ist ein zentraler Baustein einer erfolgreichen Energiewende in Bayern. Mit unserer verpflichtenden Beteiligungsregelung, die voraussichtlich Anfang 2026 in Kraft tritt, profitieren die Kommunen unmittelbar von neuen Windrädern. Bürger sollen Angebote für eine Beteiligung erhalten. Das stärkt die Akzeptanz vor Ort. Ich freue mich über das große Engagement der Bürgermeister im Rahmen des Bürgermeisterappells. Mit engagierten Kommunen gelingt uns die Energiewende und wir schaffen regionale Wertschöpfung!“

Speicher machen erneuerbare Energie verlässlich

Die Veranstaltung machte zugleich deutlich: Eine stabile und unabhängige Energieversorgung braucht flexible Speichersysteme.
Batteriespeicher übernehmen dabei eine zentrale Rolle – sie speichern Sonnen- und Windstrom und stellen ihn dann zur Verfügung, wenn keine Erzeugung möglich ist. Damit stabilisieren sie sowohl das Stromnetz als auch langfristig die Energiepreise und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Nordbayern.

„Energiewende von Bayern, in Bayern, für Bayern“

Umweltminister Thorsten Glauber betonte bei seinem Besuch die Bedeutung des Projekts für den Freistaat:

„Der Bürgerwindpark Weißenbrunn zeigt, wie Energiewende vor Ort richtig gut funktionieren kann. Die Energiewende muss dezentral erfolgen. Der Dreiklang dazu lautet: Von Bayern, in Bayern und für Bayern. Erneuerbare Energien liegen im überragenden öffentlichen Interesse und dienen der öffentlichen Sicherheit. Jedes installierte Megawatt vor Ort kann helfen. Außerdem ist die Energiewende der Schlüssel zum Klimaschutz und zur wirtschaftlichen Zukunft Bayerns. Erneuerbare Energien machen uns unabhängig, sie stärken lokale Unternehmen.“

Mit jedem weiteren Speicher und jeder neuen Anlage, wie dem Bürgerwindpark Weißenbrunn–Gössersdorf, wächst die Fähigkeit einer Region, Energie flexibel, klimafreundlich und bedarfsgerecht bereitzustellen. Gleichzeitig wird sichtbar, welches Potenzial in vergleichbaren Projekten liegt – und wie auch andere Regionen durch solche Lösungen spürbar an Stabilität und Zukunftssicherheit gewinnen können.